Beglaubigte Übersetzungen durch ermächtigte Übersetzer

Beglaubigung durch gerichtlich ermächtigte Übersetzer


Dokumente, die amtlichen Charakter haben, wie zum Beispiel Eheurkunden, Zeugnisse, Bilanzen, Personalausweise, Patentschriften, Gerichtsurteile etc. müssen in der Regel nach einer Übersetzung mit einem Beglaubigungsvermerk versehen werden. Ein solcher Vermerk darf nur von einem ermächtigten Übersetzer angebracht werden. Die Voraussetzungen für die Erteilung einer Ermächtigung sind je nach Bundesland unterschiedlich. In NRW müssen Bewerber neben der persönlichen Eignung (Abfrage beim Amtsgericht, Führungszeugnis) auch die fachliche Eignung nachweisen (Hochschulstudium oder IHK-Prüfung als Übersetzer, Nachweis von Rechtssprachkenntnissen). Das zuständige Gericht (z.B. OLG Hamm) prüft die Voraussetzungen und erteilt nach positivem Entscheid eine Ermächtigung für 5 Jahre. Somit darf sich der Übersetzer als "gerichtlich ermächtigter Übersetzer" bezeichnen.

 

Überbeglaubigung durch Landgerichte (Legalisation)

 

In einigen Fällen ist es erforderlich, dass beglaubigte Übersetzungen zusätzlich von einem Gericht beglaubigt werden müssen. Dies geschieht dadurch, dass ein im Justizportal des jeweiligen Bundeslandes registrierter ermächtigter Übersetzer zunächst eine Übersetzung mit seiner Beglaubigungsformel, Stempel und Unterschrift beglaubigt, diese von ihm beglaubigte Übersetzung wird dann dem zuständigen Landgericht vorgelegt, damit die Legitimation des Übersetzers geprüft wird (das Gericht prüft, ob es sich dabei tatsächlich um einen ermächtigten Übersetzer handelt) und schließlich erfolgt die Überbeglaubigung durch das Gericht. Dieser Vorgang ist mit zusätzlichen Kosten verbunden (derzeit 20 Euro pro Legalisation).

 

Überbeglaubigung durch Konsulate


Übersetzungen, die im Ausland für offizielle Angelegenheiten wie zum Beispiel Scheidungsurteile, standesamtliche Angelegenheiten oder Grundstückserwerb benötigt werden, müssen in der Regel von den Auslandsvertretungen der jeweiligen Staaten überbeglaubigt werden. Hierzu muss ein beim Konsulat (z.B. in Köln) aufgeführter Übersetzer die Übersetzung beglaubigen, so dass eine Überbeglaubigung auf dieser Grundlage durch die zuständige Auslandsvertretung erfolgen kann. Die Kosten sind unterschiedlich, häufig berechnen die jeweiligen Auslandsvertretungen ca. 15 Euro pro Seite.

 

 

 

 

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